5 Tipps, wie du organisierter wirst

Written by lifejunkie
03
Sep

In 4 Wochen ist Abflug – endlich Urlaub! „Na dann hast du ja noch ordentlich was zu tun!“, meint meine Mutter zu mir und guckt nicht schlecht als ich ihr entgegne: „Nö. Es ist alles Essenzielle erledigt. Ich könnte theoretisch morgen losfliegen.“ „Du bist ja richtig organisiert geworden!“
Stimmt. Aber das war nicht immer so. Ich bin der Chaot vor dem Herrn. Mein Zimmer sieht manchmal aus, als sei ein Wirbelwind durchgefegt, aber wie heißt es so schön – das Genie beherrscht das Chaos.
Trotz gelegentlicher Anfälle von Unordnung halte ich mich (meistens) für einen recht gut organisierten Menschen. Auch auf Reisen wurde mir das immer wieder bewusst. Während andere Reisende noch nie von manchen Orten gehört hatten, hatte ich zumindest einen groben Plan, ob sie einen Besuch wert wären oder nicht. Versteht mich nicht falsch. Ich plädiere hier absolut nicht dafür, das Leben bis ins kleinste Detail durchzuplanen.
Mit 25 heiraten, mit 28 Kinder bekommen, Hausbau mit 30. Möp – funktioniert eh nicht so, wie man es sich mit 16 irgendwann mal ausgemalt hat. Darum geht es mir hier nicht. Nein, viel mehr glaube ich, wir sind alle in unserem Alltag so geschäftig, dass uns immer weniger Zeit für die wirklich wichtigen Dinge bleibt. Wir ärgern uns viel zu oft mit Zeug rum, dass wir eigentlich vermeiden könnten, wenn wir nur etwas organisierter wären. Hast du dir das nicht mindestens bei deiner letzten Steuererklärung gewünscht, hm?
Also habe ich mir überlegt, was mich eigentlich zu einem vermeintlich gut organisierten Menschen macht. Das Ergebnis findest du im Folgenden:
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1. Prioritäten setzen

Du hast 137 Dinge zu erledigen und alles muss am besten sofort geschehen? Denkste. Meistens gaukelt uns vor allem unser Kopf vor, es müsse alles umgehend getan werden. Wenn wir aber mal genauer hinsehen, stellen wir oft schnell fest, dass wir vielleicht die Sonnencreme, die wir unbedingt für unseren Urlaub noch einkaufen müssen, auch noch nächste Woche gekauft werden kann, während der Reisepass hingegen wegen der Bearbeitungszeit lieber umgehend beantragt werden sollte. Muss ich wirklich jetzt das meinen Wocheneinkauf planen oder sollte ich vorher vielleicht doch erst den Stapel Rechnungen überweisen?
Das sind banale Beispiele, aber so funktioniert es in allen anderen Bereichen ebenso. Eines der essenziellsten Dinge, die ich in 5 Jahren Agenturalltag gelernt habe: Priorisiere! Was muss umgehend erledigt werden? Was kann noch eine Stunde warten und was gehört eigentlich nach ganz unten auf meine To-Do-Liste? Was uns zu Punkt 2 bringt.

2. Schreibe Listen

Mal ganz ehrlich – lieben wir nicht alle das Gefühl, nach getaner Arbeit einen Punkt von unserer To-Do-Liste streichen zu können? Mich befriedigt das sehr!
Nicht nur, dass das Abhaken ein klitzekleines bisschen Dopamin ausschüttet, nein, es hilft auch ungemein, unseren Kopf zu strukturieren. Ja ja, wirst du dir jetzt denken, schon klar, aber ich brauch das nicht aufschreiben, ich hab das schon im Kopf, bin ja noch nicht vergesslich.
Sicher, das wollte ich damit auch nicht sagen. Aber Dinge aufzuschreiben, hat eine andere Qualität. Mir hilft es unheimlich, einen klareren Kopf zu bekommen und mehr Struktur in meine To-Do’s zu bringen. Hilft übrigens auch, wenn man Entscheidungen zu treffen hat – einfach mal alle Pros und Contras niederschreiben. Aber das ist eine andere Geschichte…
Neulich habe ich einen Trick gelesen, mit dem wir unser Glücksgefühl sogar noch weiter in die Höhe schnellen lassen können – Listen nicht etwa neu schreiben, wenn Punkte erledigt sind, sondern die erledigten Punkte ganz bewusst auf der Liste stehen lassen und abhaken. Das soll bewusst machen, wie viel wir eigentlich schon geschafft haben. Na wenn’s hilft… 😉
Übrigens, Listen funktionieren auch prima, um sich einen Überblick über die eigenen Finanzen zu verschaffen.

3. Führe einen Kalender

„Aber Anni, ich hab doch mein iPhone, wer braucht denn heutzutage noch Kalender?!“ Ist nicht das Gleiche. Ihr merkt schon, ich bin eine absolute Verfechterin des Handgeschriebenen. Klar speicher ich auch Termine in mein Telefon ein. Aber die werden dann eben auch noch zusätzlich in meinen Kalender eingetragen. Ich liebe es, einen einfachen Wochenüberlick zu haben. Ich lege mir auch ausschließlich Kalender zu, die neben dem Kalenderblatt Platz für Notizen bieten. So kann ich meinen Kalender auch als kreatives Brainstorming-Tool verwenden oder am Anfang des Tages überlegen, was mein Tagesziel sein soll. Aktuell hilft mir dabei der „My lovely planner“ in der 100 Tage Edition. Natürlich könnt ihr auch einen ganzjährigen Kalender verwenden. So eine 100-Tage-Variante finde ich perfekt, wenn man konkrete Projekte angeht, die man damit strukturieren und dokumentieren möchte. Vor allem die Möglichkeit zur Reflktion schätze ich sehr. So kann ich abends ein Tagesfazit ziehen und es am nächsten Tag gleich besser machen 🙂

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4. Miste mal wieder richtig aus

Jetzt fragst du dich, was das damit zu tun hat, organisierter zu werden? Ganz einfach – ausmisten befreit. Ich habe es mir schon fast zum Sport gemacht. Ich miste ständig aus. Wenn wir mal ehrlich sind, haben wir doch eigentlich alle viel zu viel Kram, den wir seit Ewigkeiten nicht benutzt haben. Und wann hattest du zuletzt das Kleid an, dass du dir damals zur Hochzeit von Anja und Tom gekauft hast? Na? Siehst du. Wenn du erstmal damit angefangen hast, auszusortieren, wirst du vielleicht gar nicht mehr damit aufhören können. Es macht herrlich leicht und vor allen Dingen – je weniger Zeug wir besitzen, desto weniger müssen wir es organisieren. Aber sag nicht, ich hätte dich nicht gewarnt: ausmisten kann süchtig machen 😉

5. Der beste Moment anzufangen ist jetzt

Ja ich weiß. Es ist so bequem auf dem Sofa. Punkt 5 ist vermutlich derjenige, der mir persönlich auch am allerschwersten fällt. Aber ist man am Ende nicht doch dankbar dafür, Dinge so schnell wie möglich erledigt zu haben? Sie aufzuschieben nützt ja niemandem etwas. Im Gegenteil. Du schleppst nur umso längere Zeit ein schlechtes Gewissen mit dir rum. Also, schick die Bewerbung, die du dir seit Wochen vorgenommen hast, lieber heute raus als morgen. Irgendwann könnte es zu spät sein.

Vielleicht hilft dir das nun, ein bisschen mehr Struktur in dein Leben zu bekommen. Und ich wiederhole mich, aber ich plädiere hier nicht dafür, das Leben bis ins kleinste Detail durchzuplanen. Im Gegenteil. Gut organisiert zu sein, hilft vor allen Dingen, Pläne auch mal sausen zu lassen und sich einfach auf das Leben einzulassen. So wie es kommt.

Was hilft dir, gut organisiert zu sein? Hast du noch weitere Tipps auf Lager?
Lass es mich in den Kommentaren wissen.

Deine Anni <3

Vielen Dank an Beata Anna Achatz für das zur Verfügung stellen des tollen „My lovely planner„! 🙂

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