Wie ich ein Lifejunkie wurde – Teil 1

Written by lifejunkie
21
Mai

8.20 Uhr. Scheiße. Schon wieder zu spät dran. Pünktlich ins Büro klappt heute nicht mehr. Gestern auch nicht. Und vorgestern auch nicht. Und davor… lassen wir das lieber.
Abgehetzt eile ich durch die Bürotür. Das Telefonklingeln höre ich schon an der Eingangstür, aber rechtzeitig dranzugehen schaffe ich nicht mehr. Schnell den Rechner hochfahren. Bloß keine wichtige Mail verpassen. Welcher Tag ist heute? Mittwoch? Mist. Die Kampagne muss raus. Mir fehlen noch Daten. Mist. Mist. Mist.
Der ganz normale Wahnsinn – jeden Tag. Monate. Jahre. Ziemlich lange Zeit machte mir mein Beruf Spaß. Gut, ich hatte mehr das Gefühl, meine „Pflicht“ zu leisten, als meiner persönlichen Erfüllung nachzugehen, aber so ist das eben im Leben. Man geht zur Arbeit. Man kommt nach Hause. Am nächsten Tag von vorn. Dafür hat man ja immerhin am Wochenende Freizeit. So macht man das doch. Alle machen das so. Was sollte daran falsch sein?

So ließ es sich ganz passabel leben. Ich empfand mich als glücklich oder jedenfalls als nicht unglücklich. Der Wendepunkt kam mit einer… naja… nennen wir es persönlichen Krise. Mein Leben stellte sich von jetzt auf gleich auf den Kopf und nichts konnte mich mehr erfreuen oder gar begeistern. Mein Alltag wurde zur lästigen Qual.
Ich wusste, das konnte nicht immer so bleiben und das wollte ich natürlich auch nicht. Aber von alleine würde sich nichts ändern. Nach ein paar Monaten schaffte ich es, mich aufzuraffen und begann, mir alles an positivem Input einzuverleiben, was ich nur in die Finger bekommen konnte.
Ich las einen Ratgeber nach dem anderen, besuchte Seminare, Mediationsstunden, buchte Coachingtermine, kurzum, ich tat alles, um mich wieder besser zu fühlen. Das funktionierte auch ziemlich gut; ich merkte, welche großartigen Möglichkeiten das Leben bereithalten kann und wie ich mir selbst aus meinem Loch heraushelfen konnte.
Nur eines änderte sich nicht. Im Beruf stellte sich die Freude nicht wieder ein. Es dauerte seine Zeit, bis ich mir das selbst zugestehen konnte. Ich hatte immerhin tolle Kollegen und arbeitete in einem netten Team. Ich tröstete mich von einem Zeitpunkt zum nächsten – „wenn dieses und jenes Ereignis rum ist, DANN wird es garantiert wieder besser“. Doch es wurde nicht besser.

girl-blowing-bubbles-in-the-sunset-evening-picjumbo-com
Etwa 1,5 Jahre vergingen von dem Zeitpunkt, an dem mir zum ersten Mal bewusst wurde, dass ich etwas ändern muss, bis ich endlich den Mut gefasst hatte, das auch tatsächlich zu tun. Ich hatte nach 1,5 Jahren endlich eine Entscheidung getroffen: ich möchte mein Leben in vollen Zügen leben! Nicht bloß so halbherzig leben, „weil das nunmal so ist“, weil das andere auch tun oder weil die Gesellschaft uns das so diktiert. Nein, ich möchte das Leben leben, in seiner freiesten, wildesten und schönsten Form. Ich hatte beschlossen, glücklich zu sein.

Was diese Entscheidung zur Konsequenz hatte? Das erfährst du im zweiten Teil >>>

 

Bis dahin, shine bright <3

Deine Anni

Wenn du automatisch über neue Blogposts benachrichtigt werden möchtest, trage dich unten auf der Startseite von http://www.lifejunkie.de/ für den Newsletter ein 🙂

_______________________
Folge LifeJunkie auf Facebook und Instagram:
www.facebook.com/lifejunkie.de
www.instagram.com/lifejunkie.de

  1. Hallo Anni und wow, ich musste mir die Augen reiben und dachte schon bei den ersten Worten, dass hier mein Büro-Morgen beschrieben ist und nahezu Wort für Wort habe ich mich in Deinem Blogpost wieder gefunden. Ich habe nicht oft die Geduld, mir ellenlange Blogs bis zum Ende durchzulesen, auch wenn mich das Thema an sich interessiert, aber Deiner ruft nach mehr! Freue mich schon darauf, mehr von Dir zu lesen!
    Liebe Grüße
    Renata

    1. Liebe Renata,

      vielen Dank für deine lieben Worte! Ich freue mich sehr, dass ich dich mit meinem Post erreichen konnte. In den nächsten Tagen folgt dann Teil 2 der Geschichte.
      Ich freue mich, wenn du weiter dran bleibst 🙂

      Liebe Grüße
      Anni

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.