In 6 Schritten von der Last zur Routine

Written by lifejunkie
24
Jun

Im letzten Artikel sprachen wir darüber, wie wir uns selber von unseren Zielen abhalten. So weit, so gut, wirst du dir vielleicht denken. Aber wie änder ich das denn nun?! Willst du wissen, wie du lästige Dinge endlich in Routine umwandelst? Ich erkläre es dir im Folgenden:

Montagmorgen. Ich verstaue noch schnell mein Frühstück im Rucksack, schnappe mir meine Sporttasche und schon bin ich zur Tür raus.
Kennst du sicher. Kennst du nicht?

Wie oft scheiterst du an Vorhaben, die dir seit Ewigkeiten im Kopf herumschwirren, du schaffst es aber einfach nicht, sie in die Tat umzusetzen?
Ich konnte mich monate-, ach was sage ich, jahrelang nicht zum Sport aufraffen, obwohl ich wusste, dass mein Körper es dringend gebraucht hätte. Die Couch war einfach so viel bequemer und andere Dinge so viel wichtiger. Am Ende war jedoch das schlechte Gewissen immer größer…
Und so kennst du es wahrscheinlich nicht nur vom Sport. Seit Wochen willst du endlich deine Ernährung umstellen, aber dieser eine Tag, der wird nochmal richtig ausgekostet. Ab Morgen dann wird alles anders!
Oder du hast schon seit geraumer Zeit vor, mit dem Fahrrad anstelle des Autos zur Arbeit zu fahren. Aber wenn man morgens immer so spät dran ist, dann geht das natürlich nicht. Außerdem noch einkaufen auf dem Rückweg. Nein nein, heute musst du noch das Auto nehmen.

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Mit dem Fahrrad zur Arbeit?

Ich könnte endlos so weitermachen. Wir alle kennen solche Situationen. Ich will mich auch nicht davon freisprechen, mich nicht häufig auch noch darin wiederzufinden. Aber – in vielen Bereichen habe ich eine Routine entwickelt. Dinge, die mir früher lästig schienen, sind mittlerweile mehr als selbstverständlich für mich.
Ich diskutiere nicht mehr mit meinem Kopf darüber, ob ich nach der Arbeit zum Sport fahre. Ich komme nur noch selten in Versuchung, ungesund zu frühstücken. Ich habe meinen Kopf ein kleines Stückchen weit besiegt.
Und wie auch du das schaffen kannst, das zeige ich dir hier in 6 knackigen Schritten:

1. Habe ein Ziel!

Nichts treibt mich mehr an, als zu wissen, WOFÜR ich etwas tue. Sei es, die Bikinifigur schon genau vor Augen zu haben oder bei Jobs zu wissen, wie glücklich meine Kunden am Ende nach Hause gehen. Deshalb werde dir bewusst, warum du eigentlich genau eine Routine erlangen willst. Geh mal kurz in dich und frage dich das. Warum will ich Sport treiben? Warum will ich mich gesund ernähren? Warum will ich mir mehr Zeit für mich nehmen. Schreib es dir auf und erinnere dich immer wieder daran.

2. Mach Termine mit dir selbst!

Ein Punkt, den ich lange Zeit unterschätzt habe. Mir hat er sehr geholfen, meine Sportroutine aufzubauen. Überlege dir am Wochenende, wann genau du in der kommenden Woche Zeit findest für dein Vorhaben. Und dann – trage die Termine in deinen Kalender ein! So bekommt das ganze eine größere Verbindlichkeit. Dein Unterbewusstsein wird sonst immer wieder gern versuchen, die Termine zu verschieben. Ich habe das lang Zeit so praktiziert. Mittlerweile schreibe ich die Termine gar nicht mehr auf, aber ich weiß spätestens sonntags ganz genau, welche Tage der folgenden Woche man mich im Fitnessstudio finden wird. Heute zum Beispiel 😉

3. Vorbereitung ist alles!

Ich weiß, das Wort klingt echt unsexy. Hilft aber. Wenn du dich anders ernähren willst, dann suche dir Rezepte raus. Schreibe eine Einkaufsliste für die kommende Woche. Das ist einmal etwas Arbeit, aber dafür minimiert sich der Aufwand unter der Woche. Du hast direkt alle Zutaten bereit. Ich halte es so mit grünen Smoothies, die ich gerade zum Frühstück trinke. Ich kaufe für eine komplette Woche ein und bereite dann am Vorabend alles vor. So kann ich am Morgen einfach alles in den Mixer kippen und habe im Handumdrehen ein geniales Frühstück. Mit dem Sport mache ich es ebenso. Am Vorabend packe ich meine Sporttasche und stelle sie mir demonstrativ in den Weg. So kann ich gar nicht vergessen, sie am nächsten Morgen mit zur Arbeit zu nehmen. Denn wenn ich sie dann schon dabei habe, ist der Zugzwang groß und ich komme nicht in Versuchung, nicht zum Sport zu gehen.

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Gute Einkaufsplanung ersetzt so manchen Ausrutscher

4. Was wäre, wenn…?!

Was wäre, wenn du jetzt nicht deinem Ziel folgst? Was passiert, wenn du dich doch ungesund ernährst, weil es gerade einfacher ist, die Pizza in den Ofen zu schieben, als selber etwas zu kochen? Kurzfristig wohl nur ein schlechtes Gewissen, langfristig aber entfernst du dich damit von deinem Ziel. Wenn du merkst, du gerätst in Versuchung, nicht deiner Routine zu folgen, frage dich: „Muss das jetzt wirklich sein?“ Du wirst sehen, du legst die Pizza schneller wieder ins Tiefkühlfach zurück, als dir lieb ist 😉

5. Such dir Motivatoren!

Erzähle den Menschen in deinem Umfeld von deinen Plänen. Sei dir sicher, dass sie dich daran erinnern werden. Oder bitte sie, dir auf die Füße zu treten und dich an das Einhalten deiner Routine zu erinnern. Such dir einen Sportpartner oder jemanden, der auch gerade seine Ernährung umstellt oder oder oder. Nach diesem Prinzip funktionieren auch die Weight Watchers treffen – und das sehr erfolgreich.

6. Mach es einfach!

Ja. Du hast richtig gelesen. Das Zauberwort heißt „Tun“. Hör auf darüber nachzudenken, ob du nun wirklich wirklich mit Sport anfangen sollst. Du musst ja erstmal wissen, in welches Studio du willst. Ob du überhaupt in ein Studio willst. Das musst du dir erst noch gut überlegen. Bullshit. Sorry für die Ausdrucksweise, aber ich kenne die Ausreden selber zu gut. Wenn du nicht endlich deinen Arsch bewegst und anfängst, wirst du auch in fünf Wochen noch keine Entscheidung getroffen haben. Melde dich einfach mal zum Probetraining an und probier es aus. Wenn’s nichts ist, gehst du eben woanders hin. Kauf einfach mal für eine Woche gesund ein und ernähre dich danach. Schmeckt dir nicht? Na dann probier etwas anderes aus!
Wenn du erstmal deine Routine am Start hast, wirst du gar nicht mehr darüber nachdenken, OB du ihr nachgehst. Dann ist die Frage nur noch wann. Also – mach es!

7. Sei nachsichtig mit dir!

Okay okay, das ist ein Schritt mehr als angekündigt, aber den schenk ich dir 😉 Er ist zuguterletzt immens wichtig. Sei nett mit dir. Hass dich nicht gleich, nur weil du doch mal mit deiner neugewonnen Routine brichst. Daran wirst du nicht gleich zugrunde gehen. Ausnahmen sind voll okay und sogar wichtig, wie ich finde. Wenn du nun mal einen Tag dein Training ausfallen lässt, dann ist es eben so. Dann leg einfach am nächsten Termin umso motivierter los. Wir sind alle nur Menschen 😉

Ich hoffe, du bist nun hochmotiviert, deine eigene Routine zu entwickeln. Schreib mir doch einfach mal unten in die Kommentare, welche aktuelle Herausforderung du gerne als Selbstverständlichkeit etablieren würdest! Ich bin gespannt 😉

Denk daran – der beste Moment, um anzufangen ist JETZT.

Deine Anni <3

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